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DIVI Empfehlungsergänzung Wirkstoffgruppen und Sonderregelungen

In der Praxis hat es sich als sinnvoll herausgestellt, die ein oder andere inhaltliche Korrektur an den seit 2010 bestehenden DIVI-Empfehlungen vorzunehmen und auch die in der ISO-Norm verankerten Regelungen anzupassen. Folgende Ergänzungen wurden 2012 von der DIVI-Kommission für Arzneimittelsicherheit beschlossen:

Weiße Schrift auf farbigem Grund für zwei besondere Wirkstoffe:

Die besonders häufig verwendeten Wirkstoffe Midazolam aus der Gruppe der Benzodiazepine und das langwirkende Piritramid aus der Gruppe der Opiode erhalten zur besseren Abgrenzung anderer Wirkstoffe ihrer jeweiligen Wirkstoffgruppen eine weiße Schrift auf farbigem Untergrund. Das gilt sowohl für die Spritzen- als auch die Spritzenpumpenetiketten:

Neue Wirkstoffgruppe für Cholinergika

Die Wirkstoffe Physostigmin und Pyridostigmin wurden in der bisherigen Empfehlung der Gruppe der Sonstigen Medikamente zugeordnet. In früheren Empfehlungen war Pyridostigmin sogar den Muskelrelaxans-Antagonisten zugeordnet, wozu dieser Wirkstoff formal aber keine Zulassung hat. 

Beide Wirkstoffe gehören den Cholinergika an, für die es in der ISO-Norm bisher keine Gruppe gibt. Sie gelten als Antagonisten zu den Anitcholinergika und werden infolgedessen entsprechend der hellgrünen Farbgebung der Anticholinergika als Antagonist mit schraffiertem Rahmen dargestellt. Damit bleibt das ISO-Prinzip der Darstellung von Medikamenten mit entgegengesetzer Wirkung in der Gruppenfarbe mit Hevorhebung in schraffierter Darstellung erhalten. Zwar gehören auch die Wirkstoffe Edrophonium und Neostigmin ebenfalls zu den Cholinergika. Sie verbleiben jedoch weiter gemäß ISO-Norm und klinischer Praxis in der Wirkstoffgruppe der Muskelrelaxans-Antagonisten.

Des weiteren kommt auch hier das Opens internal link in current windowTall-Man-Letter Konzept zum Einsatz.

Neue Wirkstoffgruppe für Koagulantien

Geändert wurde auch die Darstellung von Tranexamsäure, die gerinnungsfördernd wirkt. Damit trägt die DIVI-Kommission der zunehmenden Bedeutung der Tranexamsäure in der klinischen Routine Rechnung. Dieser Wirkstoff stellt einen Antagonisten zu den Antikoagulantien dar. Bisher wurde dieser Wirkstoff den Sonstigen Medikamenten zugeordnet. Nun wird die Gruppe der Koagulantien als neue Wirkstoffgruppe definiert.

Darüber hinaus wird der Wortteil "säure" in kleiner Schriftgröße gehalten. Der Wirkstoff Protamin als Antagonist zu Heparin wird ebenfalls den Koagulantien zugeordnet, bleibt aber in der Darstellung weiß mit schwarz schraffiertem Rahmen.

Änderung bei Spritzenpumpenetiketten für Antagonisten

Mit der neuen Gruppe der Koagulantien wurde auch für Spritzenpumpenetiketten ein Antagonist eingeführt, siehe das Beispiel der Tranexamsäure. Zur besseren Lesbarkeit wurde auf di  Darstellung des schraffierten Randes am Fuß des Etikettes verzichtet. 

Bei dieser Gelegenheit wird auch eine Kleinigkeit bei den Spritzenpumpenetiketten für die Antihypertonika/Vasodilatantien geändert. Dort war bislang das für Antagonisten wichtige Merkmal, die Darstellung mit schraffiertem Rand, nur im Kopfbereich zu sehen. Je nach Lage der Spritze in der Spritzenpumpe war nicht auf den ersten Blick erkennbar, ob es sich z.B. um einen Vasopressor oder um einen Antagonisten handelt. Aus diesem Grund wird die Schraffur künftig rechts und links durchgängig aufgedruckt sein:

Alle hier aufgeführten Änderungen werden sukzessive durchgeführt. Dem Gebot der Wirtschaftlichkeit folgend, werden bestehende Bestände natürlich zunächst abverbraucht. Dem stimmt auch die DIVI-Kommission zu.

Die vollständige Opens internal link in current windowÜbersicht aller von der DIVI bearbeiteten Wirkstoffe mit einer grafischen Darstellung als Spritzenetikett, als Spritzenpumpenetikett und wo vorgesehen als Zusatzetikett oder mit 2D-Code finden Sie hier...

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